Griaß eich!

Dienstag, 29. April 2014

Walpurgisnacht


"Ein bisschen Diebsgelüst, ein bisschen Rammelei.
 So spukt mir schon durch alle Glieder
 Die herrliche Walpurgisnacht."

Ein Zitat von Mephistopheles aus Goethes Faust. 
In "Faust" wird die Walpurgisnacht als wilde Feier allerlei dunklen Wesen dargestellt, in der alles erlaubt ist. 

Die Walpurgisnacht wird auch als Hexenbrennen bezeichnet, wobei es in etwa darum geht- die Vertreibung von Hexen und anderen bösen Wesen, denn in dieser Nacht sollen sich die Hexen treffen und man wollte sich vor diesen schützen mit allerhand Bräuche. 

In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wird die Walpurgisnacht gefeiert und begrüßt den Frühling. Die Walpurgisnacht wird an höheren Orten abgehalten, vorallem bekannt ist der Blocken.
Es ist ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest, was im Zuge der Christianisierung verboten wurde. Es entstanden Schauermärchen und all die Sagen, die sich um die Nacht gebildet haben, im Laufe der Inquisition- es war schließlich verboten und wurde hart bestraft. 

Der Name leitet sich von der Heiligen Walburga ab, die in Devon im Jahr 710 zu Welt kam. Dass sie von König Richard die Tochter sein soll, ist nicht belegt, doch hatte sie eine Stellung als Adelige. Sie ging im Alter von 10-11 ins Kloster und blieb 26 Jahre dort. 
In der katholischen Kirche wird Walburga als Heilige verehrt. Sie ist die Schutzheilige gegen Krankheiten und Seuchen, Hungersnot und Missernste. Sie ist die Patronin der Kranken und auch der Bauern. 

Ihre Heiligsprechung erfolgte am 1. Mai, so dass die Walpurgisnacht nach ihr benannt wurde. 
Maifeuer

Eine Tradition ist das Maifeuer, das in Gesellschaft andere entzündet wird und die bösen Geister vertreiben soll. Es wird auch als Hexenfeuer oder Tanz in den Mai bezeichnet.
Gelegentlich werden hölzerne Hexen an das Feuer befestigt. 
Es ist auch Brauch, wenn das Feuer etwas herabgesunken ist, darüber zu springen- das ist der sogenannte Maisprung.  
Wie zu Halloween, ist es teilweise auch üblich zu zu verkleiden, vorallem als Hexe sogenannte "Hexentänze" aufzuführen. 

Der Maibaum ist ein sehr bekannter Brauch. Am Abend vor dem ersten Mai wird ein Baum, meistens Fichte oder Tanne, aufgestellt und am morgen begangen. Der Maibaum ist schön beschmückt und wird mit einem Fest gefeiert, bis er zu Pfingsten wieder fällt. 

Vereinzelt wird auch der Brauch des Maistrichs ausgeübt. Dabei wird mit Kreide an das Haus des Geliebten bis zu seinem eigenen weiße Linien gezogen in der Nacht. Statt Kreide werden auch Häcksel verwendet. 
Auch diverse Streiche, wie das Verräumen von vergessenen Gerätschaften, und andere Späße waren üblich in dieser Nacht. 

Mancher Ort zogen die Leute nachts umher und machten mit Peitschenknallen viel Lärm und schützten ihre Häuser und Stallungen mit weißen Kreuzen darauf. Auch die Besen wurden mit dem Reisig nach oben gestellt. 

In der Walpurgisnacht geht es darum, den Frühling Willkommen zu heißen und die bösen Geister auszutreiben- in den dunklen Monaten des Winters gibt es viele solcher Feste, das deutlich zeigt, wie sehr man sich nach der hellen, warmen Jahreszeit gesehnt hat. 
Heute nimmt man die alten Bräuche und nutzt sie zum Feiern. So behaltet man diese wunderbaren Feste!




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