Griaß eich!

Sonntag, 20. April 2014

Ostern

Auferstehung Jesus Christus 


Ostern ist ein großes und eigentlich ein christliches Fest. Es gibt viele Bräuche, die den Ursprung etwas zur Seite geschoben haben.
 Der Ursprung zu Ostern liegt nämlich in der christlichen Religion. 

 
 Am Gründonnerstag beginnt Ostern, denn zu Abend fand das letzte Abendmahl statt, an das in den Gottesdiensten immer gedenkt wird. Der Name "Grün Donnerstag" liegt bis zum 13. Jahrhundert zurück. Der Name stammt von dem Wort greinen ab, was weinen bedeutet, aus dem sich im Laufe der Zeit "grün" abgeleitet hat.
In der katholischen Kirche wird dem mehr Bedeutung zugelegt, als in der evangelischen Kirche, bei der nur am Abend das Abendmahl stattfindet.
 Wie schon der Name sagt, wird am Gründonnerstag grünes Gemüse und Kräuter verzehrt, besonders populär ist Spinat als Speise an dem Tag.  
Auch gibt es den Brauch des Brezel essens, die Gründonnerstagsbrezen, und das Betteln, bei dem Kinder ihr Sprüchlein aufsagen und von Haus zu Haus ziehen.
Auch das lärmen mit Ratschen und Klappern gehört dazu. Sie sollen die Glocken nach der Messe des letzten Abendmahles ersetzten und zugleich böse Geister und Dämonen vertreiben. 


Am Karfreitag wurde Jesus gekreuzigt. Er wurde ans Kreuz genagelt, neben zwei Räubern und er rief laut: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"
Er starb für die Sünden der Menschen.
Die Essenz hier ist die Vergebung der Sünden und die Erlösung der Menschen, damit sie im Reich Gottes das ewige Leben haben werden.
In Deutschland ist dieser Tag sogar ein Feiertag, in Österreich können sich die Evangelischen frei nehmen, wenn sie sich darum melden. 
Bei den Katholiken ist der Karfreitag ein strenger Fastentag, und bei den Protestanten ist es Brauch kein Fleisch, sondern Fisch zu speisen. Das liegt dem zu Grunde, dass Fleisch etwas Besonderes war und an diesem Tag wurde darauf verzichtet.
Karfreitag ist ein Trauertag, und so wird es auch gehalten. 

Die Katholiken halten ihre Glocken und auch die Orgel still, so dass sie gebrauch machen von Ratschen, wie oben bereits erwähnt. Dabei wird von den Ratschenbub'n das Ratschenlied gesungen:  

Wo ist Jesus, mein Verlangen,
mein Geliebter und mein Freund?
Ach, wo ist er hingegangen?
Nirgends seine Spur erscheint.

Meine Seele ist betrübet
von der Sünde Übermacht.
Wo ist Jesus, den wir lieben?
Wir begehr´n ihn Tag und Nacht



Wir ratschen, wir ratschen
zum englischen Gruaß,
damit die Leut wissen,
wann man beten muaß.
Fallt´s nieder! Fallt´s nieder auf Euere Knia!
Bet´s drei Vaterunser, drei Ave Maria!


Traditionell in der evangelischen Kirche wird das Lied O Haupt voll Blut und Wunden von Paul Gerhardt gesungen und an die Kreuzigung gedacht. 
In der alt-katholischen Kirche wird ein Wortgottesdienst gehalten, der einfach und schmucklos ist. 


Am Ostersonntag wird die Auferstehung gefeiert. Jesus ist aus dem Totenreich zurückgekehrt und erschien den Jüngern. 
Das Datum des Ostersonntags fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond. Der Monat wird im Hebräischen als Nisan bezeichnet und nach den Evangelien fanden Kreuzigung und Auferstehung im Nisan statt. 
An diesem Tag gibt es allerlei Bräuche. 

Eines der bekanntesten ist der Verzehr und das Schenken von Ostereier. Es ist ein christlicher Brauch, der bereits im alten Christentum stattfand. Das Küken durchbricht die Schale und, als Vergleich, durchbricht Jesus das Felsgrab.
Auch bei Rosegger findet man den Brauch der Osterreier. Sie wurden rot gefärbt und, wenn man dieses dann jemanden schenkte, gestand man dessen Person etwaige Gefühle zu. 
Das Färben der Eier ist auch heute noch weit verbreitet, doch nun kann man sie mit allen möglichen Farben schmücken. 
Bereits das Eierpecken war bei Roseggers Zeit verbreitet. Die hart gekochten Eier werden gegeneinander geschlagen und dessen Schale als erstes bricht, hat verloren. 
Ein weiterer beliebter Brauch ist das Eiersuchen. Kinder müssen die verstecken Eier suchen, was ihnen sehr viel Spaß macht. Als ich ein Kind war, haben wir immer Eier und ganze Neste gesucht. Am Land bei meinen Verwandten gab es genug Verstecke und es war eine große Herausforderung! 

Ostereier werden seit dem 12. Jahrhundert sehr gerne in die Bräuche einbezogen, sei es zum Verschenken oder zum Dekorieren. 


Das Osterfeuer ist auf das 16. Jahrundert zurückzuführen und ein vorchristlicher Brauch. Das Feuer wird am Abend des Karsamstages entzündet und ist ein gesegnetes Feuer, bei welchem der Pfarrer die Osterkerze entzündet. 
Am Land ist dieser Brauch noch fester Bestandteil, während es jedoch versucht wird abzuschaffen, aufgrund der Umweltprobleme. Auch in meiner Kindheit wurde ein Osterfeuer entfacht. Wir standen darum herum und brateten Würste und auch Semmeln (nur so, dass sie warm wurden) und hatten eine angenehme Runde. 

Weit verbreite ist der Osterhase, eine fiktive Gestalt, die den Kindern Geschenke bringen soll. Der Urpsrung dieses Brauches ist nicht ganz geklärt, aber es gibt einige Theorien. Es reicht von den Vergleichen der Hasen, da sie mit offenen Augen schlafen, wie Jesus, der nach der Auferstehung nie mehr schlafen, sondern wachen würde, bis zu den Symbol der Fruchrbarkeit und der Unzerstörbarkeit des Lebens, das der Hase ausstrahlt. 

Ostern ist ein großes Fest und es gibt viele Wege es zu feiern, ob man nun religiös ist oder auch nicht- es ist ein wunderschönes Fest. 










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