Am 2. November ist Allerseelen.
So heißt, es kommen die armen Seelen aus dem Fegefeuer, damit sie einen Tag erlöst werden von ihren Qualen. Sie wandeln unter uns, suchen nach Licht und Brot und Wasser.
So ist es Brauch eine Kerze auf das Grab zu stellen, und den Verstorbenen zu gedenken. Es werden auch sogegannte Seelenzöpfe gebacken mit drei Zopfstränen, die die Dreifaltigkeit symbolisieren, und den Patenkindern geschenkt.
Am 1. November ist Allerheiligen.
Seit dem 4. Jahrhundert wurde an diesem Tag den Heiligen und den Märtyrern gedacht. Seit dem 8. Jahrhundert wurde in Gallien das Fest auf den ersten November festgesetzt, bei uns fand dies im neunten Jahrhundert Einzug.
| Kranz für Grabstätte |
Es werden Prozessionen geführt oder Andachten, um die Toten zu ehren.
Ursprünglich wurde an den Heiligen, aber heute wird an diesen Tag aller Verstorbenen gedacht.
Sie Seelen der Verstorben ensteigen aus dem Fegefeuer und haben an diesen Tagen eine Möglichkeit den Qualen zu entgehen.
Damit sich die Seelen erholen stellte man früher Wasser und Brot auf. Öl mit Fett oder Butter wurde errichtet, damit sie ihre Brandwunden kühen konnten. Es wurde auch ein Herdfeuer gerichtet, welches mit Mehl versehen wurde, um sich zu wärmen. Aber es durfte kein Topf hingestellt werden, dass sie sich nicht hineinsetzten würden, dasselbe galt für Messer oder Ofengabeln.
Es gab weitere abgergläubische Riten zu dieser Zeit.
Wenn man in der Nacht von Allerheiligen zu Allerseelen draußen war, begab man sich in Lebensgefahr, denn Dämonen und böse Geister waren unterwegs.
Anders glaubte man, dass wenn man auf dem Felde stand, die Geister derjenigen sehen konnte, im Jahr darauf sterben würden.
Solche Zukunftsweisagungen und Aberglaube gab es, aber was sich bis heute gehalten hat ist, dass man zu Allerheiligen und Allerseelen den Verstorbenen mit einer Kerze gedenkt.
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