Griaß eich!

Freitag, 3. April 2015

Osterbräuche



Zu Ostern wird die Kreuzigung und die Auferstehung Jesus Christus gefeiert. Außerdem endet die Fastenzeit und für viele Kinder gibt es reichlich gefüllte Neste mit Geschenken.
Frühling macht sich auch breit und es fängt alles zu blühen und zu duften an, die kalte Winterzeit ist nun vorbei.

Es haben sich einige Bräuche zur Osterzeit gesammelt. Bekannst ist die Eiersuche und das Eierschenken, die Nestchensuche und das Schmücken des Osterstrauches.
Zu den Symbolen zählen der Hase, das Huhn und die Kücken, die uns zu dieser Zeit überall begleiten.

Doch es gibt noch andere schöne Bräuche, die uns Ostern versüßen.


 Osterfeuer, Ostereier und Ratschen


In meinem letzten Beitrag zu Ostern, brachte ich bereits einige näher.
Das Osterfeuer  ist ein gesegnetes Feuer.
Es wird auch dazu genutzt sich von Dingen zu trennen, somit bildlich im Feuer zu verbrennen. Andererseits kann man auch im übertragenen Sinn sich seelisch von der Vergangenheit lösen. Der Brauch entstand bereits in vorchristlicher Zeit und wurde von der Kirche übernommen.
In Österreich ist das Osterfeuer ein Bestandteil am Karsamstag, der leider umweltliche Probleme nach sich zieht.

rotgefärbtes Osterei
Die Ostereier werden verzerrt bzw verschenkt.
Es war früher ein bedeutender Brauch in der christlichen Kirche rotgefärbte Eier zu verschenken. Es deutete darauf hin, wie viel man dem anderen bedeutet, wenn man eines bekam. Auch Rosegger schrieb darüber in seinen Büchern und erzählte von der Bedeutung der geschenkten Ostereier.


Das Ratschen ist ein Brauch aus der katholischen Kirche.
Dabei ziehen Kinder mit hölzernen Instrumenten, den Ratschen, durch die Straßen und machen viel Lärm. Sie sagen Sprüche auf und erinnern an die Andacht und die Gebete zur Karwoche. Das Ratschen hat viele unterschiedliche Bezeichnungen, je nach Region.
Der Ursprung dieses Brauches liegt in der katholischen Kirche, wo es üblich war nach dem Gloria am Gründonnerstag die Glocken ruhen zu lassen. Diese andächtige Stille hielt bis zu Ostern an und damit die Gläubigen dennoch an die Gottesdienste erinnert werden konnten, kamen die Ratschen.
Neben der Ratsche werden auch Klappen bwz. Raspeln verwendet.




gebastelter Osterbrunnen
Osterbrunnen, Osterrad


Beim Osterbrunnen handelt es sich um den Dorfbrunnen, der zur Osterzeit bunt beschmückt wird.
Die Zierde ist meist in Form einer Krone, daher wird der Brunnen auch als Osterkrone bezeichnet. Die Krone wird manchmal auch einfach so aufgestellt, unhabhänig eines Brunnens oder nicht.
Der Brauch stammt aus der fränkischen Schweiz und wurde erstmals mündlich im Jahre 1909 überliefert. Unklar ist der Urpsrung des Osterbrunnens, aber, wie so oft, gibt es einige Vermutungen:
 Es gab in der Fränkischen  Schweiz oft nur knapp Wasser und so spielte die Wasserversorgung eine wichtige Rolle. So gab man den Brunnen einen besonderen Schein.
Außerdem wurden die Brunnen so ordentlich geputzt.
Eine andere Vermutung ist, dass es von vorn herein einen touristischen Hintergrund hatte, da es um die Zeit der Entstehung schon regen Tourismus gab.
Geschmückt wird der Brunnen am Plamsonntag, oder traditionel am Karsamstag, und hält ein bis zwei Wochen ein seiner geschmückten Erscheinung erhalten.  
In Österreich wird dieser Brauch weniger bis gar nicht in Umlauf.

Das Osterrad besteht aus Eiche und Reisig oder Stroh, welches brennend vom Hügel gerollt wird. Vorallem in ländlichen Gegenden ist dieser Brauch im Gange.
Rollt das Osterrad den ganzen Hang hinab und gut ankommen, deutet dies auf ein gutes Erntejahr.
Das Feuer ist vermutlich ein heidnischer Brauch, so ähnlich wie das Osterfeuer. Das Rad symbolisiert die Sonne, die bei den Heiden eine wichtige Rolle spielte, und beschreibt das Licht, dass die Dunkelheit vertreiben soll- vermutlich soll das Rad den Frühling darstellen.




Osterschießen, Osterlachen, Osterkreuz 


Das Osterschießen findet am Karsamastg und in der Nacht zum Ostersonntag statt.
Dabei wird, im meisten Fall, eine Milchkanne mit einer explosiven Mischung aus Wasser und Carbid gezündet und der Deckel schießt meterweit in die Höhe des Nachthimmels.
Durch den Lärm sollen die bösen Geister vertrieben werden und man versucht den Frühling heraus zu locken. In der christlichen Kirche wird symbolisch der Sieg über den Tod durch Jesus' Auferstehung gefeiert.


Das Osterlachen hat eine ähnliche Bedeutung, wie das Osterschießen, in der christlichen Kirche.
Beim Osterlachen ging es darum, dass der Pfarrer in seiner Predigt eine Geschichte erzählte, die seine Gemeinde zum Lachen bringen sollte. Diese Geschichte wurde als Ostermärchen bezeichnet und so sollte man über den Tod lachen, den Jesus mit seiner Auferstehung besiegt hat! Außerdem sollte es Freude zu Ostern bringen, aber bei den Orbigkeiten stieß man immer wieder auf Missgunst. Immerhin bewegte man sich dabei auf sehr dünnem Boden.
Zwischen dem 14. und 19. Jahrundert vorallem war es ein fester Bestandteil zu Ostern, wobei es bereits im 18. Jahrundert immer seltener wurde. 

Beim Osterkreuz handelt es ich um ein großes Kreuz, welches leuchtet.
Heuzutage wird es mittels Strom bedient, oder üblicherweise mit Feuer entzündet. Dafür erstellte man eigene Gerüste, die Kreuze oder auch andere christliche Symbole trugen.
Der Ursprung könnte sich von den Freudenfeuer ableiten, die man enztündete, nur dass man diese in Form von christlichen Kreuzen umwandelte. Der Sieg über den Tod durch Jesus Auferstehung spielt auch hier, in diesem Brauch, eine Rolle.




Ich finde es schön, wenn man Ostern mit Bräuchen gedenkt und nicht vergisst, wo der Ursprung liegt. Andernfalls kann man für sich selbst neue Traditionen entdecken und das Fest eigens feiern.









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